Das Schlimme daran war, dass ich mit rein musste. Das war vielleicht ein Abenteuer in Alaska.
Diesmal gibt es keine Fotos, weil Frauchen vor lauter Aufregung nicht fotografieren konnte. Schließlich wär ich fast ertrunken.
Wir sind hier mit dem Räderpferd los, es hat sachte genieselt und ich bin strammen Schrittes neben dem Räderpferd nach Alaska gelaufen. Als wir dort ankamen, waren wir ganz alleine und der Regen hatte aufgehört. Sie hat zu Beginn ein paar Fotos gemacht, aber die sind alle nichts geworden diesmal. Sie sagte, ich sei zu schnell gewesen. Pfff...
Als wir auf der anderen Seeseite waren, war das Wasser ganz klar.... Sandufer..... sie guckt sich die Steine an im Wasser.... guckt mich an.... guckt in der Gegend rum.... und dann zieht sie die Schuhe aus. Zieht die Socken aus. Und - oh mein Gott! - sie zieht auch die Jeans aus. Sie nimmt meine Schleppe und geht ins Wasser. Sie zieht mich hinter sich her.
"Äääähhh.... Frauchen!.... Ich will nicht ins Wasser!"
"Komm mit Schatz! Es ist ganz warm. Das ist sooo toll! Komm mit."
Als ich neben ihr bin, fasst sie den Kurzführer und geht weiter ins Wasser. Ich verlier den Boden unter den Füßen. Ich fang an zu strampeln und will fliehen. Aber sie dreht mich um und zieht mich weiter ins Tiefe. Aaaah... sie hat die Hand unter meinem Bauch... Gott sei Dank. Da ist auch die andere Hand unter meinem Bauch. Gott sei noch mehr Dank. Ich ertrinke nicht!!! Sie dreht sich mit mir im Kreis. Daaa ist das Ufer!! Schnell wieder raus hier. Bin ich von den Händen runtergestrampelt und ans Ufer geflüchtet.
Frauchen kommt lachend hinter mir her, geht zum Räderpferd und gibt mir Leckeres. Nervennahrung, sag ich euch. Schoki wär besser gewesen, jetzt.
Nimmt sie wieder die Leine und geht wieder mit mir da rein. Ich strampel wie wild und verhedder mich mit den Krallen in ihrem Shirt als ich sie als Insel benutzen will. Löst sie meine Pfote aus dem Shirt und ich kann wieder an Land flüchten.
Aber sie geht noch mal mit mir da rein bis ich nicht mehr stehen kann. Ich will wieder auf sie drauf klettern. Da nimmt sie mich in beide Arme, hält mich ganz fest an sich gedrückt und sinkt mit mir ins Wasser. So ist sie dann mit mir geblieben und hat ganz ruhig mit mir gesprochen und mich nur festgehalten. Hinten um den Leib geschlungen und meine Vorderpfoten lagen auf ihrem Unterarm. Langsam wurde ich ruhiger und dann war das ganz schön, so im Wasser zun liegen. So ganz dicht an Frauchen und ganz leicht. Sie ist dann langsam mit mir wieder zum Ufer gegangen, bis ich Grund unter den Füßen hatte und hat mich dann losgelassen, dass ich an Land gehen konnte.
"Es ist genug für heute!" rief sie lachend und erzählt mir wie "fein" das gewesen sei und was ich für ein "braver" Hund sei. Hat sich mich geknuddelt und gelacht, weil ich patschnass war.
Und dann muss sie wohl gemerkt haben, dass sie selbst auch patschnass war. Die Unterwäsche, das Shirt, alles klatschnass. Sie musste sehr improvisieren, dass sie mit trockenen Füßen (ihr Halstuch) wieder in die Socken und die Schuhe kam. Die Jeans war ja trocken. Das Shirt hat sie ausgezogen, ausgewrungen und wieder angezogen. Ich hab dabei sehr interessiert zugeguckt. So was hat sie ja draußen noch nie gemacht.
"Jetzt müssen wir beide schnell nach Hause fahren, damit Frauchen nicht kalt wird." Das haben wir dann auch gemacht. Ich bin den ganzen Weg zurück neben dem Rad gelaufen. Erst in der Nähe meiner Tobewiese hab ich gesagt: "Ich kann nicht mehr!" Den Rest sind wir dann langsm zu Fuß gegangen.
Zuhause sagte sie dann jedoch was gruseliges: "Morgen nehmen wir trockene Sachen für mich mit und dann machen wir das noch mal. So lange der See so warm ist, üben wir schwimmen!"
Ich frag euch: Muss man als Hund unbedingt schwimmen können? Ich hab jetzt 5 Jahre ohne Schwimmen gelebt. *grübel*
PS von Frauchen:
Er war zu keinem Zeitpunkt panisch. Er hatte auch nach dem ersten Mal keine Angst, als ich die Leine wieder genommen habe und er erkennen konnte, dass ich wieder mit ihm ins Wasser wollte. Er hat Widerstand geleistet, aber er hat sich nicht im Boden "verankert". Er hatte auch keinen Raseflash zum Stressabbau. Ich hatte das eigentlich erwartet, als er wieder an Land war.
Er war nur sehr hektisch im Wasser. Hinten fällt er steil runter. Da weiß ich nicht, wie ich ihn gerade kriegen kann. So bald ich die Hand unterm Hinterleib wegnehme fällt er runter und wird hektisch mit den Vorderfüßen. Haut dan nur noch auf die Wasseroberfläche.
Morgen will ich einfach nur noch mal mit ihm ins Wasser und ihn drin halten, dass er nur ruhig und gerade drin liegt. Eventuell ein bisschen mit den Vorderbeinen paddeln lassen. Aber mein Ziel ist für morgen, ihn einfach nur spüren lassen, wie schön das ist, rundum im Wasser und nass zu sein.
Vielleicht kommt dann eins zum anderen und es schnackelt irgendwann. Jedenfalls war er zuhause "stehend KO" :))
Es gibt eben Strandläufer und Seepferdchen. Ich gehöre auch zu der ersten Kategorie und überhaupt: "schwimmen wird total überbewertet".
AntwortenLöschenNasenstups
Linda
Oh, danke Linda!
LöschenIch weiß ja noch nicht so richtig, was ich davon halten soll. Aber Frauchen sagt, wenn ich mal alt bin und alte Knochen kriege, wär Schwimmen sicher eine tolle Sache. Und alt werden will ich ja! *wildnick*
Aaach, Bambam, schwimmen ist toll! Und viel besser zum abkühlen, als nur bis zum Bauch im Wasser zu stehen.
AntwortenLöschenAuch das schütteln in Frauchens Nähe bringt dann viel mehr Fun, sei Dir da sicher. *gg*
Hallo BamBam,
AntwortenLöschenalso die Emma schwimmt sehr gerne. Aber ich, die Lotte, lege mich nur ins Wasser. Schwimmen ist nichts für mich. Das können die Enten viel besser ... und ich bin keine Ente.
Liebes wauzi von Lotte