... heute ist Samstag und wir sind zur HuSchu gefahren, mit dem Roten Wurm. Hab ich mich zuerst mal dolle gefreut, als meine Beate uns abgeholt hat. Wir mussten ein Stück mit dem Auto fahren. Wie immer. Aber dann, als das Auto stand, sind Beate und Frauchen nicht ausgestiegen. Sie blieben sitzen und haben erzählt. Hab ich mich aber beschwert! Ich mein, wenn wir da sind, will ich auch aussteigen. Aber ich durfte nicht. *miepundimautorumrenn*
Aber als dann Steffi mit Momo kam, ging es los. Steffis Freund war nicht mit dabei. Darum haben wir kein einziges Foto. Denn Frauchen musste entweder mich führen, oder sich selbst verstecken. Aber es war trotzdem spannend. Wir haben in einer Neubausiedlung gesucht.
Wir machen ja immer zwei Durchgänge mit jeweils drei Mal suchen. Nein! Sniffen! Und ich durfte wieder als erster.
Ich wusste heute, was ich tun sollte: Steffi finden!
Aber ich wusste noch immer nicht so wirklich, wie ich das erreichen sollte und hab mit den Augen gesucht, damit war ich dann schnell mit meinem Latein am Ende. Beim dritten Mal hab ich aber die Nase eingesetzt und alle waren stolz auf mich.
Momo hatte wieder viel schwerere Aufgaben zu lösen. Frauchen sagt, Momo hätte wieder "gesungen", wenn sie den Duft aufgenommen hat und dann ging sie ab, wie die wilde Luzi. Beim ersten Mal hat sie aber nicht gewusst, was Sache war. Sie konnte überhaupt keinen Duft aufnehmen. Frauchen hatte das gleiche Unterhemd als Duftträger, wie beim letzten Mal. Und da war anscheinend heute kein Frauchenduft mehr drin. ABER: Irgendwie hat die Momo Frauchen dann doch noch gefunden. Daran sieht man, wie gut die Momo beim Trählen ist.
Dann war ich wieder dran. Und weil ich es noch nicht so schwer haben soll, durfte ich zugucken, wie Beate und Steffi weggingen. Da sah ich dann, was meine nächste Aufgabe sein würde: Ein Kaninchen finden! Ich wusste sofort, dass ich dieses Kaninchen suchen sollte. Es kam über die Straße gehoppelt auf uns zu und verschwand in einer Garageneinfahrt. Beate kam zurück mit Steffis Duft. Den hielt sie mir vor die Nase, Frauchen sagte Sniff, aber das war alles uninteressant. Ich weiß, wie Kaninchen riechen. Da brauch ich keine Tüte und kein Kommando! Ich hab schon gesungen, dass ich sniffen wollte, als Beate noch auf dem Rückweg zu uns war. Und dann zog ich aber ab, wie ne Dampfmaschine. Ich wollte jetzt meinen Job machen und das Kaninchen finden. Frauchen fands lustig. Als ich das Kaninchen nicht sah, meinte Frauchen "Weiter! Wo ist die Steffi?" Ach ja ... da war ja noch was ... Steffi ... *rumguckundweiterlauf* ... Steffi ....
Kurz: Steffi musste mich vorsichtig rufen. Und selbst als ich sie dann sah, war ich noch durcheinander und brauchte das "Lauf!" von Frauchen, um zu Steffi zu flitzen. Hab trotzdem von Steffi die Leberwurstnuckeltube bekommen. Bei den beiden Suchen danach hab ich aber echt probiert, mich mal mit der Nase zu orientieren und alle waren wieder stolz auf mich.
Momos 3 Suchen waren wieder viel schwerer. An der Brücke über die Kriechspur vom Roten Wurm musste sie lange suchen, obwohl sie da schon ganz dicht bei Frauchen angekommen war. Aber die Luft hat Frauchens Duft total verwirbelt. Um eine Hausecke rum. Das hat Momo durcheinander gemacht aber sie hat es gemerkt und Frauchen gefunden. Danach haben sie eine Spur für Momo gemacht, wo sie auf der gleichen Spur wieder zurückgegangen sind und dann erst um eine Häuserecke rum. Hat die Momo auch rausgefunden, dass sie umdrehen musste. Sie ist schon ein richiger Profi. Wenn ein Mensch verlorenginge, könnte man die Momo vielleicht schon losschicken.
Frauchen freut sich, weil mir das Mäntrählen ganz offensichtlich Spaß macht. In zwei Wochen fahren wir wieder hin. Als wir fertig waren musste ich noch eine lange Weile im Auto warten, bis Frauchen bei Beate Kaffee getrunken hat. Dann sind wir zu Fuß nach Hennef zum Roten Wurm zurückgegangen, der uns nach Hause gebracht hat. Zuhause bin ich dann immer froh, dass ich nichts mehr tun muss und nur rumliegen kann.
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