Freitag, 10. April 2015

Bärensitting Tag 1


Ich dachte, der Tag ist wie immer. Aber dann gingen wir nicht zur Tobewiese, sondern zum Balou und haben den mitgenommen. Fand ich nicht gut. Ich mein, ich kenn den ja und ich mag den ja auch, aber der alleine mit uns - das war nicht richtig. Damit er das merkt, hab ich mal überall draufgepinkelt, wo er auch nur die Nase reingesteckt hat.

Balou fand das auch nicht richtig, dass wir ohne sein Frauchen losgegangen sind. Er guckte sich alle 3 Schritte um, ob sie noch hinter uns herkäm. Kam sie aber nicht. Das hat ihn ganz wuschig gemacht und er konnte die erste Zeit nicht mal schnüffeln und pinkeln schon gar nicht. Im Wald ging es dann langsam ein bisschen besser.

Frauchen wollte dort mit uns Quatsch machen, aber wir fanden heut gar nichts lustig und auf Quatsch hatten wir auch keine Lust. Wer hat schon Nerven für Quatsch, wenn man nicht weiß, ob grad das ganze Leben durcheinander kommt. Und wer will als Hund schon, dass das Leben durcheinander kommt. Zwischendurch wollte Balou auch los, sein Frauchen suchen. Darum durfte er nicht so weit von uns weg und war oft angeleint. Frauchen hat ja immer noch Knie und kann nicht hinter uns her rasen.




"OK," sagte Frauchen, "dann gehen wir einfach erst mal wieder nach Hause, damit Balou merkt, dass wir ihn nicht stehlen wollen." Als wir dort ankamen, waren Balous Leute alle weg. Balou musste dort bleiben und ich bin mit Frauchen zu uns nach Hause gegangen.

"Das wars!" dachte ich und war froh. Aber zuhause hat sie nur was gegessen und ein paar Sachen eingepackt, mit denen sie sich selbst entertainen kann und dann sind wir wieder zum Balou zurück. Dort hat sie sich dann tatsächlich hingelegt und geschlafen. Na gut. Haben wir beide uns neben sie gelegt und aufgepasst, dass sie nicht ohne uns abhaut. Dabei sind wir auch eingeschlafen.

Der Nachmittag brachte nicht mehr viel Äktschn. Aber jede Menge Fellpflege. Vor allem bei Balou. Der kennt das nicht so und findet das nicht so gut, wie ich. Darum ist das nicht perfekt geworden und nur hier was und da was, aber man konnte es schon gut sehen. Der kriegt meterlange Fransen an den Füßen. Die sind nu ab. Und die dicken Hosen sind auch ab. Mit lauter so Sachen hat sie uns und sich die Zeit vertrieben und zwischendrin haben wir uns gelangweilt.

Frauchen, ich finds langweilig.

langweiliges Rumgeliege



Garten ist gut!

Balous bevorzugter Auffrauchenwarteplatz.
Am Abend sind wir noch mal eine kleine Pieselrunde gegangen. Als wir wieder zurück kamen, waren auch Balous Leute wieder da. Hat er sich aber vielleicht gefreut. Unsere Frauchens haben dann noch zusammen erzählt, wie es so war und dann wurde ich auch erlöst und konnte nach Hause. Auf mein Bett. Und Frauchen war wieder für mich alleine da. Alles wieder gut und richtig.

Fortsetzung

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen