Ich bin zwar keine Dogge, aber ich kann auch sabbern. Vorzugsweise, wenn sie mir was Leckeres gibt, dass ich erst von der Küche ins Wohnzimmer auf meinen Teppich tragen muss. Das sind Frischkäseschälchen zum Ausschlecken, Hähnchenbeine, ein mit Käsis gefülltes Ufo, ein gekochtes Eichen. Solche Sachen halt. Und wenn ich die in die Schnauze nehme, tropft er Appetitsabber halt runter und liegt mit lang gezogenem Faden auf dem Fußboden, wo er trocknet.
Warum sie nicht direkt hinter mir herwischt?
- Sie ist nicht mein Lakai! Sie wischt nicht hinter mir her, schon aus Prinzip nicht. (Nur wenn ich mir gegessenes Essen wieder durch den Kopf gehen lasse. Dann springt sie!)
- Wenn es frisch ist, sieht man das nicht auf dem hässlichen Fußboden. Erst wenns trocken ist.
- Zwei oder drei sieht man auch noch nicht wirklich, wenn sie getrocknet sind, denn der Fußboden hat ein "Doggensabberfadenmuster".
- Erst wenns 100 sind, fällt es störend auf, sagt sie.
"Nein, es sind garantiert schon einhundertelfzig. Du hast dich verzählt. Außerdem bin ich eh jetzt patschnass geschwitzt, dann kann ich die auch noch weg machen. Dann haben wir zum sauberen, frisch bezogenen Bett auch einen sauberen Fußboden. Machen wir uns mal ein bisschen Luxus!"
Und darum lieg ich grad auf den frisch geputzten, doggensabbriggemusterten, hässlichen aber kühlen Fußbodenfliesen. Luxus!

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