- auf dem Bett liegen ist enspannt
- im dunklen Flur liegen ist unentspannt aber ok
- rumlaufen ist Stress
Gestern hatte ich dann alle Ruhe der Welt bis um 21 Uhr. Da hab ich mich besorgt umgeschaut und bin vom Bett runter, hab einen anderen Liegeplatz gesucht, aber keinen gefunden. Da hat Frauchen mir die erste "Dröhnung" gegeben. Das sind 3 Pipetten Räskju-Tropfen mit etwas Frischkäse und das schmeckt sooo lecker! Ein paar Minuten später mochte ich wieder aufs Bett gehen und hab geschlafen.
Um 23 Uhr wars dann mit Schlafen wieder vorbei und mich packte die Unruhe. Hab ich die nächste Dröhnung bekommen. Schlafen konnte ich danach nicht, weil es viel zu laut war, aber ich war bei Frauchen auf dem Bett.
Um 23:45 Uhr wurde es dann immer lauter. Hat sie mir noch eine Dröhnung gegeben und mir ein Ufo mit Putenwienerchenscheibchen gefüllt. Das hab ich dann um Mitternacht bekommen und war eine Weile gut damit beschäftigt.
Als das Ufo leer war, bin ich zu Frauchen aufs Bett, hab mich da hingesetzt und mich mit ihr unterhalten. "Kannst du mir bitte sagen, wie voll cool ich das grad alles wegstecke? Ich brauch das jetzt!" Und da hat sie angefangen mir zu erzählen, wie toll und fein das Inferno draußen ist. Und was ich für ein muuuutiger Hund bin, dass ich so locker auf dem Bett sitze und dass wir im nächsten Jahr auf den Balkon gehen wollen zum Zugucken, wenn ich ja so irre cool bin. Irgendwann wars mir dann genug und ich hab mich hingelegt. Schlimmer wurde es ja dann auch nicht mehr.
Ja, so war mein Silvester 2016. Frauchen ist voll stolz auf mich, den so entspannt war das lange nicht mehr. Und dann kam noch SMS vom Balou: Sein Frauchen schrieb, dass er schläft. Er hat auch die Dröhnungen bekommen in diesem Jahr und auch bei ihm hat das supergut geklappt. Funzt ja nicht bei jedem Hund, aber bei uns beiden ist es wohl das Supermittel.
Jetzt müssen wir noch diese Ferienwoche hinter uns bringen. Denn wir sind hier bei uns noch nicht "am Schmitz Backes vorbei". So sagen hier die Leute in Köln, wenn etwas noch nicht überstanden ist. Die Waldrunden vormittags werden gut gehen. Aber dann, an den Nachmittagen, da hört das Geböller erst wieder richtig auf, wenn die Kinder wieder in die Schule müssen. So lange knallt es immer wieder mal. Mal dicke laute Böller, mal nur so kleines Gezischelzeugs auf dem Boden. Und das ist mindestens genau so doof, wie die Silvesternacht. Denn Frauchen weiß nie, wo und wann es knallt. Da brauchen wir jetzt noch ganz viel Glück, dass wir nicht wieder einen dicken Böller gleich neben uns oder gleich über uns erwischen. Wir werden nur rausgehen, wenn es wirklich nötig ist.
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