Montag, 8. Mai 2017

Wandertrödelung an die Dhünn mit dem Raben

Frauchen und ich müssen ja immer noch Kondizjon kriegen. Sagt sie. Darum sind wir heute an die Dhünn getrödelt. Das wir trödeln ist nicht ihre Schuld, sondern meine, denn ich schnüffel lieber, als dass ich schnell unterwegs bin. Aber heute war ich fröhlich drauf, hatte Spaß in den Backen, darum waren wir nicht so sehr lange unterwegs wie am letzten Donnerstag.

Der Rabe sollte heute seinen Berg-und-Tal-Test bestehen und war wieder mit. Dabei hat er im Bus sehr gestört, denn er war überall im Weg, weil sie mich ja auch festhalten muss und dabei die Schleppleine aufgewickelt in der Hand hat. Darum soll zukünftig für den Bus auch eine kurze Leine mitgehen.

Der Wetterdienst hatte uns eigentlich Sonne versprochen, aber die hat sich nicht blicken lassen. Worüber wir nicht traurig waren, denn zum Wandertrödeln war der bedeckte Himmel und die Temperatur sehr gut und genau richtig.

Die Trödelung führte vom Waldfriedhof an der Reuterstraße wieder runter nach Nussbaum, dann nach Schwarzbroich, von dort an die Dhünn und weiter bis Odenthal, ein bisschen an der Scherf entlang und dann wieder rauf nach Küchenberg. Das letzte Stück war dann von Küchenberg bis Voiswinkel an der Straße entlang zum Bus.

Bunte Ziegen in Nussbaum

und zottelige Schafe, die auf der Wiese ihre Wolle verlieren.
Zwischen Schwarzbroich und der Dhünn sind ganz viele Bäume gefällt worden. Da haben wir gestaunt, was alles an Stämmen rumlag.

An einem kleinen Wasserlauf.







Auf dem Stück musste ich viel arbeiten, für Käsis natürlich. Über Stämme balancieren und den Hund hinter uns ignorieren. Das war sehr schwer. Das Ignorieren. Trotzdem hab ich es geschafft, mich auf eine Hypnose zu konzentrieren.
Seht ihr das Käsi?
Aber ich hab gewartet, bis das Foto fertig war.

Dann kam Lupa. Die ich vorher ignorieren musste.
Mit ihr bin ich karachomäßig durch den Wald gerast. Sie ist ein tolles Weib und sie konnte gut damit umgehen, dass ich beim Rasen immer knurre.
An der Dhünn hat Frauchen wieder mit der Digi rumgetüftelt und ich hab neben ihr gestanden und Wache geschoben. Denn da kam ein Mann und die beiden haben gequatscht und gequatscht.
Sie hat mir ein Käsi in ein Loch geschmissen. Seht ihr das da unten? Ich sollte es da raus holen. 

Nö, Frauchen. Kein Bock!
Hat sie gemeint: "Ok, dann lassen wir es da drin und gehn einfach weiter." DAS kann ich natürlich auch nicht aushalten und habs doch noch schnell mitgenommen.

An einer anderen flachen Stelle hat sie mir wieder Käsis ins Wasser geschmissen und ich sollte sie rausholen. Ich soll ja lernen, mit der Nase unter Wasser zu gehen. Warum ich das brauche, weiß ich nicht, aber langsam fängt das an, mir Spaß zu machen, wenn ich  Blubberblasen blase.

Hier musste der Rabe seinen ersten Bergtest bestehen. Und Frauchen war total begeistert, wie er das gemacht hat. Auf der anderen Seite gehts genau so steil runter, das hat er auch gut gemacht.
An der kleinen Brücke über die Scherf haben wir Pause gemacht, wie immer.

Alles da. Auch meins!
Sie guckt finster, die Brücke.

Lauter schöne Becherfarne.


Zum Schluss kam dann wieder der steile Anstieg nach Küchenberg. Da war der Rabe auch wieder eine große Hilfe, aber wenn die Puste fehlt, muss ein altes Frauchen doch immer wieder stehen bleiben und schnaufen. Ich stand dann wedelnd ein paar Schritte vor ihr und hab gerufen: "Los, weiter, du schaffst das!"

In Küchenberg hätten wir eine halbe Stunde auf den Bus warten müssen. Das wollten wir nicht, darum haben wir uns auf den Weg nach Voiswinkel zu Fuß gemacht. Das ist schon ziemlich doof, denn auf der schmalen Straße fahren doch viele Autos und es ist langweilig.

Dann hatten wir einen netten Busfahrer. Er hat uns eine Station umsonst fahren lassen, weil wir ab dann ja die Buskarte haben. Hat Frauchen sich gefreut.

1 Kommentar:


  1. schöne Schilderung, ich lese Eure Wandergeschichten sehr gerne . Freu mich auf die nächste.

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