Sonntag, 7. Januar 2018

"Was war das denn, Frauchen?"

"Keine Ahnung, mein Hund!" Und wir lachen uns an.

Ist uns eine Frau mit einem Hund begegnet. Ein altes, schwarzes, langhaariges, zierliches Mädel von 12 Jahren. Wir sind zusammen zu meinem Ölberg gegangen. Wollten wir! Die Frau erzählte, sie wohnte schon 10 Jahre hier und hätte uns noch nie gesehen und den Ölberg tät sie nicht kennen. Aber warum ich denn an der Schleppleine lief? Fragt Frauchen, ob Schleppleine ein Makel wäre. Nein, aber das wär doch was für Anfängererziehung und junge Hunde. Sagt Frauchen: "BamBam läuft grad frei rum, Ihrer nicht." Sie: "BamBam? Das ist ja mal ein cooler Name!" Frauchen: "Ja, das ist auch ein cooler Hund!"

Kommen wir an die kleine Treppe, bleibt sie stehen und meint: "Oh wie furchtbar! Das ist ja total matschig. Auf solchen Wegen gehen wir nicht."

Frauchen kichert und meint, dann müsse sie zurückgehen. Dabei war der Weg schon fast wieder trocken. Versinken, wie in den letzten Tagen, konnte man da nicht mehr und Hundefüße wurden auch nicht mehr wirklich schmutzig.

Sind wir also alleine diese kleine Minirunde gegangen und am anderen Ende wieder zurück zur Straße. Kommt sie uns mit dem Mädelchen wieder entgegen.

"Da sind sie ja schon wieder, ich dachte, das geht da wer weiß wohin. Was ist denn da?"

Frauchen: "Eine kleine Wiese und ein kleiner Wald."

Sie: "Nein das geht nicht, ich hab zuhause einen hellen Teppich. Wir fahren immer mit dem Auto in den Wald und gehen da nur trockene Wege."

Das sagt sie einem Frauchen, die in Gummistiefeln mit mir durch die dickste Matsche läuft und mich anschließend in die Wanne stellt. Lacht mein Frauchen wieder und sagt: "Das ist wahrscheinlich der Grund, warum wir uns 10 Jahre lang nicht gesehen haben." Grüßt die andere noch mal freundlich und geht mit dem Mädelchen weiter.

Frauchen und ich gucken uns an, schütteln den Kopf und Frauchen sagt lachend: "Und so was vorm ersten Kaffee! Komm nach Hause, Schatz! Lecker essen!"

Dann hatte ich noch Glück. Bei meinem Lieblingsnachbarn ging die Haustüre auf und ich hab noch ein bisschen Käse abgegriffen und seine Enkelchen begrüßt.

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