Sonntag, 8. September 2019

Komm, wir gehen wilde Tiere gucken!

Die Paffrather Mühle
So sprach Frauchen vorgestern, packte alles zusammen was wir unterwegs brauchen und ich musste los.

Das Wetter war schön. Nach den ersten Schritten draußen wurde ich richtig munter und blieb das auch während der ganzen Wanderung. Es ging am Mutzbach entlang bis nach Dünnwald. Das kenn ich ja schon alles. Da könnte ich trotzdem jeden Tag laufen, so schön ist es da.
Mein Mutzbach an meiner Tobewiese




Dann in Dünnwald kamen die wilden Tiere. Zuerst sah ich sie nicht, aber bald konnte ich sie riechen.

"Schau, ein Bison!" sagte Frauchen. Ich so: "Na und?" Es gab auch noch Damwild. Aber das ließ  mich alles kalt. Ehrlich Kumpel, Pieselstellen find ich wesentlich spannender. Die Tiere lagen auch alle irgendwo rum, wo man sie kaum sehen konnte. Und mich fanden die auch völlig uninteressant. Das war kein Abenteuer, Frauchen!

Sie hat das dann auch schnell gemerkt, das es nicht mehr spannender wurde und hat angefangen, alle Holztiere zu fotografieren. Davon gabs fast so viele, wie lebende Tiere in den Gehegen. Richtige Künstler waren da mit der Kettensäge zugange. Überall geschnitzte Bänke, Tische und Stühle.Schaut euch das an:





Da durfte ich nicht lang. Das ist der Weg zwischen den Gehegen.
Ich darf nur außen rum.






Zwischendurch trafen wir kleine Kinder die mich streicheln durften. Die Kleinen finden das toll, Frauchen findet auch toll, dass ich das alles geduldig und brav ertrage. Fragt mich nicht, wie ich das finde.


Einen kleinen Hund haben wir getroffen, der gerade Abschalttraining machen sollte, weil er sich so aufbläst, wenn ein anderer Hund kommt oder irgendetwas, das er gefährlich findet. Frauchen hat der Frau gesagt, sie soll die Leine abmachen, ich würde dem Zwerg 100 pro nix tun. Hat die Frau gemacht. Und dann haben sie sich köstlich amüsiert, wie schlagartig die ganze Luft aus dem aufgeblasenen Zwerg raus war und er bei seinem Frauchen Schutz suchte. "Huch? Ich alleine mit dem Großen Riesen und du lässt mich los?" Ich hab ihm gesagt: "Du sollst cool sein, mehr wollen sie nicht. Halts Maul und geh schnüffeln!" Hat er dann auch gemacht und alles war friedlich. Die Frauchen haben sich noch ganz lange über uns beide unterhalten.



Da haben wir Pause gemacht und Frauchen hat gemerkt, dass sie für den Rückweg kein Wasser für mich hatte. Das war blöd, denn Käsis machen mich durstig.

Aber wir mussten noch an den Wildschweinen vorbei. Jetzt weiß ich wenigstens, wie die Tiere aussehn, die meine ganze Tobewiese umpflügen. Den Geruch kannte ich ja daher schon. Sie sehen komisch aus und haben  ganz riesige Zähne. Das Kleine fand mich spannend, aber ich das Kleine nicht. Pffff ....


Im Wald hatten Kinder ein Tipi gebaut.


Dieser Teil des Waldes sah komisch aus. Lauter solche Hügel mit langen Schluchten dazwischen. Hat Frauchen einen Jogger gefragt, ob er wüsste, was das mal war. Ja, wusste er. Das waren im 2. Weltkrieg Schießanlagen. Am einen Ende hätte ein rotes Backsteinhaus gestanden, das alle Munition aufgefangen hätte und als Kinder hätten sie da immer die Patronenhülsen gesammelt. Heute sind diese langen Schluchten völlig zugewuchert.



Es gab dann eine Gelegenheit, einen kleinen Abstecher zum Mutzbach zu machen und Wasser für mich abzufüllen, bevor wir auf unserer Route weitergewandert sind. Das seht ihr auch unten auf der Karte.

Der Weg führte dann immer ziemlich gerade aus wieder nach Hause. Da trafen wir auch noch ein paar Holzeulen mit Glasaugen. Beim Kartoffelhändler an der Heinrich-Strünker-Straße sind wir dann in Hand wieder rausgekommen und ich musste das letzte Stück Straße laufen. Da meinten dann viele Leute, ich wär wohl arg erschöpft und Frauchen antwortete einem Ehepaar: "Nach 4 Stunden wären sie das auch." Meinten sie lachend, dass sie das wohl auch schon früher wären.

Das ist, was wir geleistet haben.



Wenn ihr die Tour nachlaufen wollt, könnt ihr sie hier in der Komoode genau nachschauen. Da hat Frauchen sie öffentlich gespeichert.



Wilde Tiere hab ich also nicht wirklich gefunden. Aber die Wanderung war toll. Das können wir irgendwann wiederholen, Frauchen.

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