Gestern hab ich Frauchen gesagt: "Ich will jetzt wissen, was da im Wald los ist. Warum alle sagen, unser Wald wär krank und die Bäume müssten weg!" OK, meinte sie und schlug vor, an die Dhünn zu gehen, weil wir die Tour mit dem Tamagochi noch nicht gemacht hätten.
In Paffrath hatte das Tamagochi endlich begriffen, was es tun sollte und ich konnte die Nase auf den Boden machen und laufen.
Über die große Wiese mit dem Kölner Fenster, zu den Schafen und rauf zur Voiswinkler Straße.
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| Das hatte überhaupt keine Angst vor uns. Frauchen durfte es kraulen und ich durfte an seinem Ohr schnüffeln |
Auf der anderen Seite der Voiswinkler Straße gings wieder in den Wald und runter nach Schwarzbroich, an den Pferden vorbei und dann den Schwarzbroicher Bach entlang bis er in die Dhünn mündet.
Bis dahin schien mir der Wald in Ordnung. Alles grün mit einzelnen kaputten Fichten drin. Auch an der Dhünn entlang bis zur Scherfmündung konnte ich nichts bedrohliches entdecken.
Bevor wir den steilen Huckel an der Scherfmündung rauf und runter kraxeln mussten, sollte ich auf den dicken Bäumen noch einmal ein bisschen Sport und eine gute Figur machen.
Da unten ist die alte Brücke über die Scherf. Wir überlegen jedes Mal, ob sie uns wohl tragen wird. Tut sie aber. Sie sieht klapprig aus, aber die Konstruktion hält noch eine Weile.
An der Scherf entlang geht es dann durch Wald, der sich anscheinend selbst überlassen wird, aber nicht wirklich krank aussieht. Bevor wir dann den supersteilen Anstieg nach Küchenberg machen, müssen wir uns erst stärken. Da haben wir auch immer den selben Pausenplatz am Bach.
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| Für mich gabs Käsis zum Suchen. |
Weiter gehts über das Brückchen, dann kommen die ganzen Höhenmeter der Tour auf einmal. Und hier wurde es dann wirklich traurig. Neben dem Weg geht es links steil den Hang rauf und rechts steil den Hang runter und da ist der ganze Wald tot. Einzelne Laubbäume dazwischen sind grün. Aber alle Fichten sind braun und tot.
Ich musste über einen Boden laufen, auf dem eine dicke Schicht Fichtennadeln lagen. Die zu oberst sind alle noch grün abgefallen. Ein kleiner Windstoß ging durch die Bäume und da konnten wir hören, wie die Fichtennadeln auf den Boden rieselten und runterfielen wie Schnee im Winter.
Das war alles mal grün. So ein brauner Wald ist ein trauriger Anblick. Wenn der nächste starke Herbst- oder Wintersturm kommt, fällt das sicher alles um. Zum Teil kippen die Bäume jetzt schon. Es stimmt also wirklich: unsere Wälder sind sehr krank.
Sehr nachdenklich sind wir dann durch Küchenberg gelaufen und hatten noch eine gute Fernsicht nach Leverkusen rüber bis zu unserer "Wetterfahne", dem Kohlekraftwerk Niederaußem. Hier oben konnten wir auch noch das andere KKW sehen, von dem wir aber nicht wissen, welches es ist.
In Küchenberg haben wir meinen kleinen Freund Maxi besucht. Die Frauchens haben über den Wald gesprochen und über den fehlenden Regen und die lange Trockenheit. Dann war Maxi so nett und hat uns mit dem Auto nach Hause gebracht.
Hier findet ihr unsere Wanderung bei Komoot und Runtastik zeigt euch noch, was wir geleistet haben.
























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