Donnerstag, 19. März 2020

"Finde alle kleinen Frühlingsblümchen!"

Sie wollte wieder wandern gehen. Als sie mir die Strecke sagte, meinte ich: "Och nööö, nicht schon wieder, ist doch langweilig. Denk an den steilen Berg! Nööö!"

Gegen Langeweile hätte sie ein Mittel, sagte sie. Einen Suchauftrag. "Finde alle kleinen Frühlingsblümchen! Du kriegst Käsis für jedes Gefundene." OK, darüber lässt sich reden. Lass uns losziehen.


Da sollte es lang gehen. Sonne schien, Navigation brauchten wir nicht. Alles klar. Auf zum Bus nach Voiswinkel, denn wir dürfen immer noch Bus fahren und müssen noch nicht zuhause bleiben. Ich sag nur "Corona", dann wisst ihr, was ich meine.


Natürlich hab ich sofort angefangen zu suchen und gelbe Blümchen ohne Ende gefunden, drölfzigtausend alle die gleichen. Meinte sie "nein". So ginge das Spiel nicht, ich müsste immer andere finden. Boah .... ! Na gut, aber diese gelben gelten schon mal für Käsis.




Ich kann euch auch sagen, wie das heißt: Scharbockskraut. Und bevor das blüht, kamm man die Blätter essen. Jetzt, wo es blüht, könnten sie unverträglich werden. Also lasst es stehen. Scharbock ist übrigens ein altes Wort für Scorbut. Denn früher hat man das gegen Scorbut gegessen, weil ganz viel Vitamin C drin ist.

Danach fand ich kleine weiße Blütchen. Wirklich ganz klein und stellenweise ganz viele davon. Das Hirtentäschl. Das ist eine Heilpflanze bei Problemen mit Monatsblutungen und bei Nasenbluten, sagt Frauchen. Und manche Leute essen es als Salat.




Noch ein weißes Blümchen, das alle kennen: Gänseblümchen. Kann man auch essen.  Und das Gelbe kann man auch essen, oder Sirup draus machen.



Übrall hab ich gesucht und bald gemerkt, dass Laub nicht sehr ergiebig ist, wenn man Blümchen sucht.


Das nächste musste sie nachschauen obs stimmt, denn die Blätter erinnern an Erdbeere. Und die Blüte gehörte wohl dazu. Erdbeere stimmt.


Ein Veilchen hab ich entdeckt, das hab ich selbst erkannt. Schon öfter gesehen, auf der Wiese bei meinem Füllosofenhügel.


Auf der anderen Seite der Scherf standen im Wald die giftigen Sachen: Buschwindröschen. Esst das bloß nicht! Alles daran ist giftig. Aber schön sind sie.



Oben auf dem Berg hab ich rote und weiße Taubnesseln gefunden. Davon kann man Tee kochen.



Für dieses Blümchenbüschel gabs Extra-Käsis.


Solche Blümchen hab ich ja zum Fressen gern, aber das hat nur Frauchen gesehen. Ich nicht! Dumm von mir.


Diese hat sie großzügigerweise gelten lassen. Auch wenn es ein Strauch ist. Aber er hat kleine weiße Blütchen.


Das hat sie nicht gelten lassen. Das wären keine Blümchen sondern kleine Bäume. Pfff ...


Hier hab ich aber drauf bestanden, dass die gelten, weil es das einzige Rote war. Und rot auf einem  Foto ist immer gut. Finde ich.


Am steilen Berg im Wald hab ich mich nicht auf Blümchen konzentrieren können, denn heute hat der uns geschafft. Heute war der noch steiler als sonst und wir sind ganz langsam da hoch und oben waren wir beide ziemlich fertig. Auf einer Bank haben wir erst mal Pause gemacht und ich musste nach all den Käsis Wasser trinken.

Ich wollte auch nicht mehr nach Herrenstrunden runter. Darum sind wir nach Altehufe gegangen und haben dord den Bus in die Stadt genommen.

Während ich Blümchen gesucht habe, hat sie natürlich auch noch andere Sachen fotografiert.





So sehen alle die kaputten Fichten aus.



Und das waren unsere Leistungen. Da sieht man, wie langsam wir waren, wegen dem steilen Berg.


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