Das heißt, tot war er eigentlich schon lange, seit ich hier mit Frauchen lebe. Er war auch schon tot, als mein Schutzengelhund Banjo noch hier mit Frauchen lebte. Aber aus seiner Zeit haben wir kein Foto vom Baum gefunden. Wahrscheinlich, weil Banjo nie auf dem Ölberg gesessen und philosofiert hat, wie ich das gerne tue. Zu seiner Zeit, war der Baum zwar schon nicht mehr gut dran, er hatte aber immer noch ein bisschen Krone mit Blättern, obwohl er damals schon hohl war. Irgendwann hat dann irgendwer die oberen Teile abgesägt, aber den Rest so stehen lassen.
Das erste Foto, das wir von ihm gefunden haben, ist von 2012, als ich neugierig untersucht habe, welchen Müll Menschen da im hohlen Stamm hinterlassen hatten.
Hier seht ihr die Silhuette, die mir dann mit der Zeit sehr vertraut wurde und die einfach zu meinem Philosophenhügel, dem Ölberg, dazugehörte.
Und als wir gestern hinkamen, lag er tot am Boden. In der Nacht muss er wohl umgestürzt sein. Ganz alleine, ohne Sturm, einfach aufgegeben.
Es war ein bisschen komisch, ihn einfach da so tot und zerbrochen rumliegen zu sehen. Aber so ist das Leben. Wir alle müssen sterben. Auch Bäume.






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