Samstag, 4. November 2023

It's over!


 

Das BamBam

BamBam The Grey

Mein Schatz

Mein Bärchen

Mein Bamchen

Mein Grauling

Mein Grauschatz

Mein Schlafbär 

14.3.2008 bis 2.11. 2023

Ich werde ohne dich nicht so flott unterwegs sein, wie oben auf dem Foto. Aber du bist alle Wanderstrecken und Spaziergänge immer 3 mal so oft gelaufen, wie ich. Voraus und zurück, immer wieder. Und du wirst auch in Zukunft in meinen Gedanken immer dabei sein, egal ob zuhause oder draußen. Draußen warst du immer schon frei. Der einzige Unterschied ist jetzt, dass du die Schleppleine nicht mehr hinter dir her ziehen musst. 

Es war an der Zeit, dich gehen zu lassen, bevor alles noch unschöner, noch würdeloser und vielleicht sogar auch schmerzhaft für dich geworden wäre. Denn Schmerzen hattest du keine, da bin ich sicher. 

Dein Alter war für einen Hund deiner Größe wirklich greisenhaft. Und die meiste Zeit warst du kerngesund, bis auf die paar Futterunverträglichkeiten, die wir aber gut umschiffen konnten. Ernst wurde es eigentlich erst in diesem Jahr. Mit dem Blut im Urin, der zunehmende Schwäche auf den Hinterläufen, dem langsamen Schwinden der Sinne. Menschen freuten sich, dass du plötzlich Interesse an ihnen zeigtest und zu ihnen gingst. Manchen von ihnen haben wir verraten, dass du geringere Distanzen brauchtest um sie überhaupt zu erkennen. Andere haben wir grinsend in ihrem Glauben gelassen. 

Wir waren ein tolles Paket, wir beide. Und dein Job als Reporterhund hat dir und mir Spaß gemacht und uns das Bergische Land gezeigt. Auf der Suche nach Bildung haben wir Skulpturen und Wegekreuze gefunden und die Künstler und die Geschichten dazu gelernt. Wir sind beide nicht dümmer geworden in unserer gemeinsamen Zeit.

Du warst unterwegs ein gehorsamer Hund, hast begierig Kunststücke gelernt vorausgesetzt die Belohnung bestand aus Käsis. Du hast mir Bäume gezeigt und bist auf alles rauf gesprungen das dir hoch genug war, dass ich manchmal Angst hatte, du würdest mit dem gleichen Schwung wieder von hoch oben runterspringen und dir die Beine brechen. Aber du hast dir von mir langsam wieder runterhelfen lassen.

Die Ausflüge nach Holland ans Meer mit Mica the white hast du genossen. Mit ihm konntest du toben und bity faces machen, dass einem Angst und bange wurde. 

Aber auch die Tobewiese bei der Paffrather Mühle war ein Paradies für dich und deine fast gleichaltrigen Kumpels. Deine frühen Raseanfälle durch den nassen, schwarzen Binsenbereich hat dir den Namen "Binsensau" eingebracht. Danach musstest du in die Wanne zum Abspülen. Richtiges Wasser hast du aber nicht gebraucht. Schwimmen wolltest du nicht. Nach meinem Versuch, es dir beizubringen, war ich von oben bis unten zerkratzt, weil mein Körper deine einzige, rettende Insel war.

Oft hast du aber auch ganz einfach eine philosophische Sitzung auf dem Ölberg abgehalten und über das Leben, Gott und die Welt nachgedacht. Und ich saß neben dir und hab mich gefragt, zu welchen philosophischen Erkenntnissen ein Hund dabei wohl kommt. 

Zuhause hast du alles vorgespült, wo ein Rest drin war. Saure Salatsoße fandest du lecker. Süßes war nicht dein Ding und bei Obst und Gemüse hast du dich angewidert abgewendet. 

 


Du fehlst mir! Überall. 

Wenn ich vom Balkon reinkomme schaue ich, wohin ich meine Füße setzen kann, denn du hast immer ziemlich dicht vor der Balkontür gelegen. Wenn ich nach Hause komme, schaue ich, wo du bist? Auf deinem Platz? Oder unter dem Tisch? Ach nein, du bist ja fort. Wenn ich mir zu essen mache, will ich dir auch was geben. Ach nein, du bist ja fort. Wenn ich alleine weg gehe muss ich mich nicht mehr beeilen, wieder nach Hause zu kommen. Denn du bist ja fort. Ich schau immer noch auf die Uhr, ob wir wieder Gassi gehen müssen. Aber nein, du bis ja fort, ich kann drinnen bleiben. 

Für mich waren die 15 Jahre, die wir zusammen verbracht haben nicht immer schön. Aber ich habe überlebt, weil du da warst. In guten und in schlechten Zeiten warst du da und hast dafür gesorgt, dass ich nicht aufgegeben haben. Deinetwegen nicht! In Zukunft muss ich das alles alleine schaffen. Und ich befürchte, die Zukunft wird noch weniger schön. 

Ohne dich wird alles ziemlich doof sein!

 Leb wohl, mein Schatz! Du warst 15 Jahre lang der Sinn meines Lebens.

 



 




2 Kommentare:

  1. Liebes BamBam - du warst immer ein Hund, den man nicht vergessen konnte. Wie gern denken wir an die gemeinsame Zeit in der Hundeschule zurück und unsere gemeinsamen Spaziergänge. Auch meine Rennmaus Arwen rennt schon lange nicht mehr - höchstens im Tiefschlaf zappeln ihre Beinchen noch im Rasetempo... Evelyn, ich kann das Loch in das du nun allein gefallen bist sooo gut nachempfinden, wird es mir doch auch in absehbarer Zeit so gehen. Das meine Maus mit ihrem angeborenen Herzfehler überhaupt 13 Jahre alt werden konnte ist mir ein ewiges Wunder. Aber ich sehe von Tag zu Tag den Abbau und grause mich vor dem Tag an dem ich diese Entscheidung werde treffen müssen. Evelyn - sie werden immer in unseren Herzen bleiben und keiner wird sie je ersetzen können.
    In Liebe Rena und Arwen

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  2. Es tut mir schrecklich leid. Auch das wir den Kontakt verloren haben. Wie geht es dir inzwischen?

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