Eine ganz tolle facebook-Freundin von Frauchen hat es ähnlich auf den Punkt gebracht in einem Zeitungsartikel: Warum habe ich eigentlich Hunde - von Sophie Strodtbeck. Das ist ein sehr schöner Artikel, den ihr auch mal lesen könnt.Leben ohne Hund …Das ist schlafen bis „in die Puppen“ und bei Regen nicht raus müssen.Reisen wann man will und wohin man will.Geld ausgeben für Dinge die man braucht oder einfach nur haben möchte, statt es zum Tierarzt zu bringen.Leben ohne Hund heißt, in die Küche gehen zu können, ohne dass jemand um einen herumtapert und fragt: „Was machst du jetzt?“ oder „Gibst du mir auch was?“Leben ohne Hund heißt, dass niemand da ist, wenn man nach Hause kommt.Kein freudiges „Schön, dass du wieder da bist!“. Kein erwartungsvolles „Hast du mir was mitgebracht?“ Keine Bitte „Machst du jetzt was mit mir?“Statt dessen Einsamkeit, Stille, Leere in der Wohnung.Kein nerviges Bellen, wenn es schellt.Leben ohne Hund heißt, alleine zu lachen. Aber auch, alleine zu weinen.Niemand, der eine trostsuchende Umarmung einfach schweigend erträgt und still hält.Niemand, den man mit 1000 Küssen bedecken kann, weil er einfach nur da ist.Leben ohne Hund bedeutet unabhängig und frei zu sein. Sich keine Sorgen um ein Tier machen zu müssen.Ich will das alles nicht.Ich will geweckt werden, weil es Zeit ist nach draußen zu gehen, auch wenn es regnet.Ich brauche keine Reisen oder Urlaubsziele, bei denen mein Hund nicht willkommen ist.Ich will extrem knausern und alle Konsumwünsche zurückstellen, damit immer Geld da ist, um einen seinen Tierarzt bezahlen zu können.Ich will vor Schreck vom Stuhl oder aus dem Bett fallen, wenn mein Hund bellend explodiert um mir mitzuteilen, dass es geschellt hat und ich mich kümmern muss.Ich will lachen, wenn ich es wieder mal nicht leise genug bis in die Küche geschafft habe. Wenn er seine Leckerchen totspielt oder sich spastisch und tollpatschig mit einem Spielzeug beschäftig.Ich will dieses brennende Gefühl von Liebe in mir spüren, wenn er im Schlaf läuft oder bellt. Oder diese Momente, in denen mir klar wird, dass der Garten der Freunde nicht so wichtig ist. Dass er unser kleines Zuhause liebt und lieber dort sein will, weil ich dort bin. Ich will den Moment, wo ich zur Tür hereinkomme und seine Augen mir sagen: „Ich hab auf dich gewartet!“Ich will diese Momente, in denen ich spüre, dass er mir vertraut, dass seine Angst verschwindet, weil ich da bin und „sein“ Lied singe.Mein Hund ist das einzige Lebewesen, dass mich bedingungslos liebt. Das bei mir sein will, weil ich ich bin. Sand im Bett und Haare auf dem Boden sind die Voraussetzungen dafür, dass ich jederzeit ein warmes, weiches, felliges Lebwesen umarmen kann, das mir Trost gibt alleine dadurch, dass es da ist.Leben ohne Hund? Nein Danke, das ist nichts für mich.
Donnerstag, 20. August 2015
Leben ohne Hund
Als mein Schutzengelhund damals gestorben ist, hat Frauchen eine Weile ohne Hund gelebt. Da hat sie einen Text geschrieben über das Leben ohne Hund. Nun war sie ja kürzlich ohne mich, weil ich wegen ihrem Knie ein paar Tage bei meinem Freund Balou gewohnt habe. Da hat sie diesen Text gesucht, ihn aber nicht wiedergefunden. Darum hat sie ihn heute noch mal neu gemacht. Ist zwar ein bisschen anders, als der Text damals, aber es stimmt immer noch alles.
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Liebes BamBam,
AntwortenLöschender Text von deinem Frauchen ist echt toll! Auch wir können das sofort so unterschreiben, wobei Chris mich eigentlich seltener begrüßt, wenn ich nach Hause komme. Ich bleib einfach nicht lange genug weg. Aber missen möchte ich ihn trotzdem nicht mehr.
Liebe Grüße
Britta & Chris
Hallo Britta!
LöschenBamBam ist auch nicht der wilde Begrüßer. Er bleibt auch liegen. Aber der Schwanz klopft auf den Boden und die Augen sprechen mit mir. Er war ja nur 7 Tage weg. Aber es ist unglaublich, was einem alles auffällt, wenn sie nicht da sind. Wie oft man auf den Liegeplatz nach ihm gucken will. Oder dass man mit ihm sprechen will, den Mund aufmacht und dann "ach, der ist doch gar nicht da". Auch, dass sich so ein Gefühl von "Alleinesein" breit macht, dass man sonst nie hat.
Sie spielen schon eine ganz besonder und ganz wichtige Rolle in unserem Leben. Aber das versteht nur, wer auch einen Hund hat.
Liebe Grüße
Evelyn und BamBam