Mein Freund Mica the white Puschel hat sich bereit erklärt, am Silvesternachmittag mit mir in die Pampa zu fahren. Dort wollten wir uns beide müde rennen und alle Därme und Blasen leer machen, damit wir in der Nacht auf keinen Fall mehr rausmüssen.
Denn die Nacht ist tödlich! Draußen! Aber der Reihe nach:
Wir sind nach Neschen gefahren und dort an der Dhünntalsperre durch den Wald gelaufen. Frauchen meinte dann, wir könnten doch statt da lang auch hier lang und hier zurück zum Auto, dann haben wir nicht so viel Straße. Und sie zeigte mit dem Finger auf einer Wanderkarte rum. OK. "Hier lang" landete dann erst mal vor einem Zaun mit Tor, mussten wir alle zurück. Danach hat Kirsten dann das Beste aus dem Vorschlag gemacht, mit ihrem Handy und der Kommode im Handy. Das war dann viel steiler rauf und runter, als sie das ursprünglich geplant hatte und sie haben beide überlegt, ob der ADAC sie wohl aus dem Wald rettet, wenn wir uns verlaufen. War kurz davor! Aber am Ende stand dann doch wieder das Mica-Mobil rum und wartete auf uns.
Es war neblig und warm. Frauchen musste nach einer Weile die Fleecejacke unter der Regenjacke ausziehen.
Rund um den Bömberg sind wir gelaufen. Im Eichholzer Weg stand das Micamobil, von da zur Staumauer, zum Bömericher Bach, den wir ohne Brücke überqueren mussten, dann zur Bömericher Mühle, nach Hüttchen und über die Straße wieder zum Auto.
Ich war gut drauf am Anfang. Richtig munter bin ich vorausgerannt, dass Frauchen dachte, ich wollte zum ersten Mal ein Wildtier jagen. Aber ich wollte nur im Bach trinken. Hab dem Mica gezeigt, wo der Hammer hängt und er mir. Gegen Ende wurden wir dann etwas träger. Alle, außer Mica. Aber schön wars.
Hier kommen ein paar Fotos.
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| Bunte kleine Pilzchen |
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| ganz viele |
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| Dhünntalsperre im Nebel |
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| komische Bäume |
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| Dhünntalsperre mit sehr wenig Wasser |
Mica sollte auf den Baumstumpf steigen und sich dort hinsetzen, sein Frauchen wollte sich aber die Füße nicht nass machen. Das hat der Puschel aber so nicht gewollt.
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| Mehr als das, war nicht drin. Aber immerhin! |
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| Bömericher Mühle |
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| Frauchen will da wohnen. |
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| Hüttchen |
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| Der alte Wasserturm in Neschen |
Als es dunkel wurde, waren wir wieder zuhause und die Nacht konnte kommen. Die kam dann auch mit viel Geböller. Es fing an, kurz nach dem wir zuhause waren. Zu Beginn war ich etwas irritiert und Frauchen gab mir die ersten Rescue-Tropfen. Danach war es mir aber alles sehr egal und sie war arg stolz auf mich.
Frauchen hat gebadet und ich hab kontrolliert, ob sie noch da ist. Egal wo sie hinging - wenn ich sie nicht mehr sehen konnte, aufm Klo zum Beispiel - bin ich hinter ihr her gelaufen. Ich hab sie nicht aus den Augen gelassen, aber ich war auch total ruhig, weil sie immer da war.
Um kurz vor Mitternacht hat sie mir einen Karton zum Auspacken gemacht, aber den hab ich gar nicht gewollt. Ich fands total entspannend, auf meinem Bett zu liegen. So lange Frauchen mir immer sagte, es sei "alles gut", wars das für mich auch.
Als es ruhiger wurde draußen, hat sie alle Rollos wieder hoch gemacht. Da hatte ich dann ein kleines bisschen Unruhe mit den Restböllern, aber vom Bett gerissen hat mich das nicht. Irgenwann bin ich dann eingeschlafen.
Silvester 2018 hab ich also wohl auch überlebt. Frauchen sagte ich sei ein mutiger Hund und eine coole Socke.
















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