William ist eine kleine, reinweiße französische Bulldogge. Man will mir einreden, er sei bei allen Hundebegenungen Opfer. Wir treffen ihn höchstens ein oder zwei Mal im Jahr und das war noch nie nett. William ist niemals angeleint. Meist treffen wir ihn im Dunkeln an.
BamBam weckt in diesem "Opfer" anscheinend das Killergen, denn der Zwerg stürzt sich jedes Mal ohne zu überlegen auf meinen Hund, kaum dass er ihn gesehen hat. Und Freude über die Begegnung, kann ich darin dann auch mit dem besten Willen nicht erkennen.
Heute morgen war das erste Mal in diesem Jahr. BamBam auf einem kleinen Hügel auf einer kleinen Wiese, schnüffelnd. Ich seh Willi um die Ecke kommen, schnüffeln und hockt sich hin für das Große Geschäft. Er hatte zu tun, BamBam stand für ihn unsichtbar hinter einem Baum.
Ich nehm BamBam an die Leine und mache mich auf den Weg, weg von William. Sein Herrchen taucht auch endlich auf, William sieht uns und dann begann dieser Dialog:
Ich: "Halten Sie bitte den Hund da?"
Er, großkotzig, prollig: "Wie bitte? Gehen sie doch einfach weg. Hauen Sie doch ab!"
Ich, laut: "Ich bin dabei!"
Er: "Danke!"
Ich: "Gerne!"
Er: " Wie bescheuert sind Sie denn?"
Ich pflege auf aggressives Verhalten nicht zu kontern, sondern einfach wegzugehen. Als ich mich noch mal umdrehte um mich zu vergewissern, dass Willi nicht hinter uns hergeschossen kam, legte er noch mal nach, dass ihn auch jeder hören konnte:
"Sie haben sie doch echt nicht mehr alle!"
Und ich soll nun glauben, dass Willi bei einem solchen Menschen ein Opfer ist? Dass das Gescherr nicht wie der Herr ist?
Gelingt mir irgendwie nicht so wirklich.
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