Dienstag, 21. April 2020

Heute habe ich eine alte Mühle gefunden


Es ist immer noch perfektes Wanderwetter, darum waren wir heute wieder unterwegs auf einer neuen Strecke. Mit dem 427er Bus sind wir bis Schanze gefahren, von da bergab zur Liesenberger Mühle und wieder bergauf nach Bechen.




Direkt am Anfang standen diese Apfelbäume in voller Blüte und ich musste eine Weile warten bis Frauchen alle fotografiert hatte. Sie liebt Apfelblüten.




Weiter gings zwischen riesigen Pferdekoppeln hindurch, auf denen kaum noch ein langer Grashalm wuchs und die schon ziemlich braun wurden.





Wir waren mal wieder der Überzeugung, dass es bei uns landschaftlich wunderschön ist. Aber wenn man die kranken Wälder und diese großflächigen Abholzungen sieht, muss man sich fragen, wie lange diese Schönheit wohl noch zu haben ist.





Der Wind trieb dort heute schon Staubwolken vor sich her und zusammen mit Regen, der sicher auch irgendwann wieder kommt, werden die Böden stark unter Erosion leiden. Und dann fanden wir es überhaupt nicht witzig, dass da plötzlich so eine Monokultur an Birken angepflanzt wurde. Die wird wohl als nächste dann unrentabel werden.



Dort hinten begann der Wald und der ganze Weg hinunter ins Scherfbachtal führte durch diesen Wald. Links ging es steil runter zu einem kleinen Bach. Ich wär da gerne zum Trinken runtergelaufen, denn ich hatte Durst. Aber Frauchen sagte immer, das sei zu steil für einen "Alten Mann", ich müsste noch ein bisschen warten, bis wir im Tal wären. Das war Gott sei dank auch nicht mehr so weit, ich konnte das aushalten.




Im Tal war dann die Liesenberger Mühle. Man kann kein Mühlenrad sehen, wenn es denn überhaupt noch vorhanden ist. Denn das sind heute nur Wohnhäuser. Früher war sie wohl eine Knochen- und Getreidemühle.


Nach einem kurzen Stück an der Straße entlang begann dann der lange Aufstieg nach Bechen. Das war nicht so anstrengend, weil sich das über ca. 3 km hinzog und mit vielen Kurven den Berg hinauf ging. Ich traf dort einen jungen Jagdhund, mit dem ich ein kurzes Stück rasen konnte. Wasser gab es auch reichlich.

Wir fanden ein paar abgesperrte Wege, weil sie in die seitlichen, toten Fichtenwälder abzweigten. Dort darf niemand mehr rein, weil das gefährlich ist.





Oben auf dem Berg angekommen fanden wir eine Pausenbank. Ich musste mir mein "Pausenbrot" zusammensuchen und konnte an einem schattigen Plätzchen ausruhen. Da waren wir aber auch schon fast in Bechen und konnten in Köln den Kolonius sehen. Danach durfte ich mal ein Stück ganz ohne Leine laufen, denn die Schlepp hatten wir schon im Rucksackt verstaut. In Siedlungen und im Bus nehmen wir die kurze Leine.




Der Bus kam mit Verspätung und der Busfahrer wollte die anscheinend aufholen. Er war sehr schnell und ruppig unterwegs, Frauchen musste mich teilweise festhalten, wenn er bremsen musste. Aber wir haben das überlebt.

In der Stadt angekommen hab ich noch mal im Büro vorbeigeschaut, Frauchen hat ein Eis gegessen und noch ein Buch gekauft. Dann war es Zeit, nach Hause zu fahren, denn wir waren nach 5 Stunden draußen auch müde. Für die Wanderung selbst haben wir gar nicht so lange gebraucht aber die Strecken mit dem Bus sind ja auch Abenteuer für einen Hund.

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